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Boden Was fleucht und kreucht

Warum machst du Papier, Pappe und Kaffeefilter auf den Kompost?

Im Kompost lebt neben Mikroorganismen vor allem ein ganz wichtiger Bewohner: der Regenwurm. Dieser durchgräbt nahezu unermüdlich den Boden, frisst Pflanzenreste und macht daraus wertvollen Humus. Zwei Dinge mag er besonders gerne: Holzfasern und Kaffeesatz. Aus diesem Grunde vermehren Wurmfarmen ihre Würmer auch auf nasser Pappe (vulgo: Holzfasern) und Kaffeesatz. Ich mache das in kleinerem Maßstab, jedoch ähnlich: Kaffeesatz, gerne auch in größerer Menge aus dem Büro mitgebracht, ist ein Zusatzfutter für die Regenwürmer und dient wie nasse Pappe (Eierbehälter o.ä.) dem Wohlergehen dieser Nützlinge.

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Insekten Was fleucht und kreucht

Warum eine Trockensteinmauer?

Die Zauneidechse wurde zum Reptil des Jahres 2020 gewählt, sie wird auf der roten Liste bedrohter Tierarten geführt. Einer der Gründe für die Bedrohung dieses Nützlings ist der Wegfall ihres Lebensraumes. Sie benötigt Trockenmauern (locker aufeinander gesetzte Steine ohne Mörtel, Zement, Gips oder ähnliches), die auch noch möglichst lange täglich von der Sonne beschienen werden sollten. Lücken zwischen den Steinen bieten ihnen Zuflucht, Schutz und Schatten. Aus diesem Grund habe ich eine solche Trockenmauer errichtet. Als Erstbepflanzung habe ich die bewährte Phacelia gewählt, sie wächst schnell und es ist direkt Leben in der Bude. Nach und nach wird die Trockenmauer weiter bepflanzt, z.B. mit Mauerpfeffer, Natternkopf, Silberdistel oder Huflattich und nach einiger Zeit hat man diverse Untermieter: Wespen und Hornissen, Mäuse, Spinnen und Kröten. Weitere Informationen zu diesem Konzept gibt es zum Beispiel bei den Gartenfreunden.

Trockensteinmauer, gesetzt ohne Mörtel, somit großen Lücken für Insekten, Reptilien oder Amphiobien. Phacelia sorgt für einen schnellen Bewuchs.